Voraus ein paar Worte über den Großmeister Robert
Bogaschewsky:
Robert war einer mit der ersten, die die Sportarten Judo und Jiu- Jitsu in
Bremerhaven bekannt gemacht haben.
Seine vielen Auszeichnungen
und Ehrungen weisen einen hervorragenden und höchstgraduierten Lehrmeister
Bremerhavens aus, der sich bis heute als aktiver Ausbilder und Funktionär weit
über Bremerhaven und das Land Bremen verdient gemacht hat
Zur Zeit ist der 69-jährige Großmeister, der auch die 2. Bundesliga-
Mannschaft des OSC trainierte, als aktiver Trainer für Judo und Jiu- Jitsu im
Einsatz
Beim Bremer Judo- Verband war er als Landeslehrwart für die verschiedenen
Ausbildungen der Judoka verantwortlich. Unter seiner Regie haben in Bremerhaven
sämtliche Judo- und Jiu- Jitsu- Danträger ihre komplette Ausbildung erhalten und
somit das hohe technische Niveau dieses verdienten Mannes weiter in Land
getragen.. Hunderte von Schülern wurden von ihm ausgebildet.
Neben seiner Tätigkeit als Trainer ist er auch der „Sportliche Leiter“ unserer
Abteilung
1. Vorsitzender des Kreisjudoverbandes
1. Vorsitzender der DDK- Kreisgruppe Bremerhaven
1. Vorsitzender der DDK- Landesgruppe Jiu- Jitsu
2. Vorsitzender der DDK- Landesgruppe Bremen
Ehrenmitglied im Bremer- Judo- Verband
Die kalendarische Geschichte des Judosport beginnt
eigentlich gleich nach dem 2. Weltkrieg. Durch die amerikanischen
Besatzungsmitglieder lernten einige (damals noch Kinder und Jugendliche) von uns
die asiatische Kampfkunst draußen auf der grünen Wiese kennen.
1948
wurden die ersten Judokas beim LTS in der Schwerathletik- Abteilung aufgenommen.
Die Gewichtsklassen waren dem Boxsport gleichgestellt. 1952 kam
es zum ersten Vergleichskampf mit dem Bremer- Judo- Club. Die Kämpfer der
ersten Stunde waren: Bogaschewsky, Neumann, Reichardt, Düsedau, Lange,
Hoffmann.
Ein Foto von den ersten Judokas in Bremerhaven von 1948

v.l. Richard Hoffmann, Ernst- August Blank,
Helmut Blank, Adolf Schilling, Robert Bogaschewsky
davor kniet Horst Ölsner
Bei der Bremer
Landeseinzelmeisterschaft 1952 belegte die Bremerhavener Jugend mehre 1. und
2.Plätze.
1.Plätze gingen an: Neumann, Bogaschewsky, Höpke, Oelsner.
2.Plätze gingen an: Reichardt, Glöckner
1954 kam auch der Judosport beim PSV Bremerhaven ins Gespräch.
1955 gründete sich der Judo-Club- Bremerhaven

Auch der ATSB gründete eine
Judo- Abteilung in den 50er Jahren.
1957
veranstaltete der JCB eine Großveranstaltung in der US- Halle „Rotersand“, die
den Judosport noch bekannter machte.
Es folgten Städtevergleichskämpfe mit Gelsenkirchen, Wilhelmshaven, Wuppertal;
dabei tauchten die Namen wie: Winkes, Muths, Busch, Gärtner, Werner, Winkler,
Farid, Gostomki, Bittdorf, Bogaschewsky, Schilling, Hasenkopf, Kühn, Schneider,
Puckis, Peters und Kruse auf.
1963
kam TUS Eintracht Lehrheide mit einer Judo- Abteilung hinzu
1964
fand die Landesmeisterschaft in Bremerhaven statt. Bei den Senioren belegten
Gerke, Bogaschewsky und Masteit die 2. Plätze. In der Jugend
erkämpften sich die Plätze 1: Harry Schulz, Willy Schulz, Reichel, Adolph.
2.Plätze gingen an: Bültjer, Ludwig, Gutowski, Kirschstein.
1965
kämpfte eine Stadtauswahl (JCB, PSV, ATSB) gegen Hamburg- Bergedorf. Die
Jugend- und Junioren- Mannschaften kämpften sehr erfolgreich. Ein Sieg auf
ganzer Linie. Die erfolgreichen Kämpfer waren: Frey, Grollick, Schaaf,
Becker, Thiel, Kirschstein, Ludwig, Kotte, Pauls, Gehrke. Die
Senioren besiegten nur die 2. Mannschaft aus Bergedorf. Die Kämpfer waren:
Stührken, Muths, Hasenkopf, Schuster, Winkler, Werner.
Im gleichem Jahr besuchten die Judokas M.Winkes, R.Bogaschewsky,
V.Kotte, W.Kirschstein, K.H.Raupe, R.Held, und K.Stock die
Partnerstadt Cherbourg. Der dort ausgetragene Wettkampf der Judokas ging mit 8:0
Punkten an Bremerhaven.
1968 belegte der JCB den 5. Platz beim Alfred- Rohde- Pokal.
Anschließend besuchte der Bundestrainer Han Hosan den JCB und lobte die
Leistungsstärke des Vereins.
Die Kämpfer für den Verein waren: Jansen, Frey, Fahrmeier, Will, Rohde,
Winkes, Busch, Adolph, Pauls, Bogaschewsky, Kirschstein und Winkler.
1969 Beim Rolandpokal in Bremen kämpften 132 Schüler aus 14
Vereinen um die ersten Plätze. Eine großartige Leistung brachten die vom Trainer
H.P.Adolph geleiteten Schüler des JCB . Die Leistungen von Norbert
Frey und James Rohleder waren überragend.
1970 richtete der JCB die Deutsche- Karate- Meisterschaft aus. Diese
Großveranstaltung wurde hervorragend vom JCB organisiert. Alle Beteiligten waren
von der Organisation begeistert.
1970. Die Judo- Abteilungen des ATSB und des PSV schlossen sich zu einer
BUDO- Gemeinschaft „Arashi“ im ATSB zusammen.
Der erste kommissarische Vorstand der Gemeinschaft:
1.Vorsitzender: Werner Bolz (ATSB)
2.Vorsitzender: Peter Rasmus (PSV)
Sportwart: Kurt Schuster (ATSB)
Jugendwart: Norbert Brand (ATSB) Er wurde im gleichem Jahr
Landesmeister der Junioren und wurde in
Hamburg Norddeutscher Juniorenmeister in seiner Gewichtsklasse.
Frauenwartin: Jutta Kulawik (PSV)
Trainiert wurde in der Goethe- und Fröbelschule.
1971 im November konnte ein eigenes Dojo in der Langen Straße einst
Dreßler Hof bezogen werden. Hier konnten die Matten liegen bleiben; das
zeitaufwendige Auf- und Abbauen entfiel, der Ärger mit dem Hausmeister war
vorbei. Viele hervorragende Kämpfer standen damals für die Budo- Gemeinschaft „Arashi“
auf der Matte, so der schon erwähnte Norbert Brand, Fred Baltrusch jun.,
Rainer Olomski, Bernd Demelt, „Kunze“ Kruse, Harry Lenz, Detlev Japs, Rudi
Bertram, und H.- J. Venhofen.
1972 Baltrusch jun. und Olomski belegten bei den
Landesmeisterschaften der Jugend den 1. Platz. Danach gelangte Fred Baltrusch
jun. auf den internationalen Deutschen Meisterschaften auf den 7. Platz. Das war
die beste Placierung, die bis dahin je ein Bremerhavener oder Bremer bei solchen
Titelkämpfen je erreicht hatte.
Die Pfingstturniere, es waren internationale Jugend- und Schülerbegegnungen,
wurden von der Judoabteilung des ATSB und später von der Budogemeinschaft
Arashi ausgerichtet. Sie waren weit über Bremerhaven bekannt und wurden
von vielen Judovereinen besucht. Das achte Turnier 1972 erhielt einen
besonderen Aspekt. Die Abteilung Arashi führte die erste
offizielle Veranstaltung unter den Namen „Olympischer Sportclub von 1972“ durch.
Als Ehrengäste waren anwesend: der Ehrenpräsident des OSC J. Heinrich
Kramer, der damalige Vizepräsident Eckhart Naumann, der erste
Vorsitzende des Judoverbandes Bremen K.O. Spieß sowie Bundesjugendleiter
Krämer vom Deutschen Judobund. Dieses Pfingstturnier hatte einen
absoluten Teilnamerekord. Insgesamt nahmen 16 Jugend- und 12 Schülermannschaften
teil.
1973 Trotz guter sportlicher Erfolge gab es aber für die Judoabteilung
des OSC im Frühjahr ein fast unlösbares Problem. Das Dojo in der Langen
Straße war ausgebrannt; trotz Suche wurde kein neuer geeigneter Übungsraum
gefunden. In dieser Situation bot der Judo- Club Bremerhaven an sein Dojo
„Tivoli“ zu bestimmten Zeiten zu vermieten.. Seit dem 12.9.1973 wurde dann dort
trainiert. Ein Lichtblick in punkto Trainingsstätten zeichnete sich allerdings
schon ab. Das Dojo in der Walter- Kolb- Halle war im Rohbau fertig. Ende Januar
1974 sollte der Sportbetrieb in der neuen Judohalle beginnen.
1.1.1974 fusionierte der Judo- Club mit dem OSC. Die Gründe des
Zusammengehens: man wollte den Bremerhavener Judosport aus seinem guten
Mittelmaß weiter nach oben bringen, möglichst den Durchbruch auf Bundesebene
erreichen. Die finanziellen Möglichkeiten hierzu sollten gemeinsam deutlich
besser werden, und die Trainingsmöglichkeiten im neuen Dojo Kolb- Halle würde
man als Großverein optimaler nutzen können.
Mit
dem JCB kam aber auch eine erfolgreiche Jugendmannschaft in den OSC.
1973 im September wurde die männliche Jugend A mit Norbert Frey,
James Rohleder, Bernd Nebel, Fred Baltrusch jun., Jürgen Schilling, Dieter
Großkreuz, Thomas Wiesner und Thomas Behra Norddeutscher Meister und
im Oktober 3. Sieger bei den Deutschen Judomannschaftsmeisterschaften in Berlin.
Der Trainer dieser Erfolgsmannschaft war Peter Haedicke.
Im März 1974 fand die erste gemeinsame
Hauptversammlung statt. Neben Beitragserhöhungen ging es auch um Neuwahlen:
Abteilungsleiter –wie bisher- Werner Bolz. Techn. Direktor: Manfred
Winkes; Jugendwart: Peter Haedicke. Jugendsprecher: Thomas Behra.
Beisitzer: Jutta Kulawik, Robert Bogaschewsky, Adolf Schilling.
1974 nahm James Rohleder auf Einladung des DJB an der
Weltmeisterschaften der Junioren in Rio de Janeiro teil. Heike Gerken
belegte bei den Deutschen Meisterschaften der Juniorinnen in der Gewichtsklasse
über 72 kg einen hervorragenden dritten Platz.
Dann erweiterte die Judoabteilung ihr Angebot an Budosport mit Karate.
1976Auf der Hauptversammlung gab es einen Wechsel in der Führung. Der
langjährige Abteilungsleiter Werner Bolz wollte sich aus der aktiven
Mitarbeit zurückziehen. Manfred Winkes trat als technischer Direktor
zurück und wurde einstimmig als Abteilungsleiter der Judo-/Karate-
Abteilung gewählt. Die Mitgliederzahl der Karateka lag bei 200, die der Judoka
bei gut 800! Damit war die Judo-/Karate- Abteilung nach den Turnern die
zweitgrößte Sektion in OSC.
1978 Im Februar legte Winkes aus privaten Gründen sein Amt
nieder. Sportlich ging es trotzdem weiter. Thorsten Wiesner wurde
Deutscher Juniorenmeister im Schwergewicht. Fred Baltrusch jun.
verteidigte seinen Titel als Landesmeister der Senioren bis 70kg. James
Rohleder belegte bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in
München in der Klasse bis 63kg eine hervorragenden 2.Platz und die Mannschaft
des OSC stieg in die Regionalliga auf.
1979 Im Sommer übernahm Werner Kirschstein die Abteilung, die er
bis 1985 leitete. Der OSC schloss sich mit dem Judo- Club Asahi Bremen,
der ebenfalls in die Regionalliga aufgestiegen war, zu einer Kampfgemeinschaft
OSC- Asahi zusammen. Diese KG unter den Trainern Utzat und Haedicke
wurde 1979 Regionalmeister Nord und schaffte mit einem 5:2- Sieg gegen
den Meister der Regionalliga West den Aufstieg in die Bundesliga.

1979 Im Oktober waren Judosportler aus der
englischen Partnerstadt Grimsby Gäste der Judoabteilung.
1979 Im Dezember machte Robert Bogaschewsky mit Bravour seine
Prüfung zum 5.DAN. Thorsten Wiesner verteidigte mit Erfolg seinen Titel
als Deutscher Juniorenmeister im Schwergewicht und Uwe Heinitz belegte in
der Gewichtsklasse bis 60kg den beachtlichen 3.Platz.
Das gesteckte Ziel des OSC/Asahi, eine weitere Saison in der Bundesliga Nord zu
starten, gelang nicht . Man musste sich wieder auf die Regionalliga
konzentrieren.
Das Training der Kampfmannschaft OSC übernahm Robert Bogaschewsky.
1980 Wer kennt Ihn nicht? Erich Kerner( genannt Opa Kerner), der
noch im hohem Alter von 76 Jahren aktiv auf der Matte stand und Anfängern das
Judo beibrachte. Er war der älteste aktive Judoka im DJB.
1986 Neben den Wettkampfsport entwickelte sich sehr stark der sogenannte
Trimm- Dich- Sport: Selbstverteidigung für Männer und Frauen, woraus die Ju-
Jutsu- Abteilung entstand. Die Kraftsportler gründeten im gleichem Jahr die
Abteilung Kraft und Fitness.
Die Kampfmannschaft wurde mangels Kämpfer aufgegeben.
1987 Im März wurde Fred Baltrusch jun. Abteilungsleiter. Jetzt
kam es im Judo zum Schwerpunkt Breitensport.
1990 Ab Mai übernahm Fred Baltrusch sen. die Abteilung. Er und
sein Sportlicher Leiter Robert Bogaschewsky förderten die alte
Selbstverteidigungskunst der Samurai, das Jiu- Jitsu, um den Wunsch nach
Selbstverteidigung gerecht zu werden.
1991 Diese Entwicklung zeigte sich auf der Hauptversammlung wieder. Hier
wurde mit großer Mehrheit die Namenserweiterung – Judo/ Jiu- Jitsu- Abteilung
des OSC – beschlossen.
Seit dem Herbst gibt es wieder eine
Kampfmannschaft. In der sogenannten Herbstliga gibt es 11 Kampfgemeinschaften.

Es ist eine Freizeitliga
auf Landesebene, wo die OSC- Mannschaft den 2.Platz errang. In der 2. Saison der
Herbstliga erreichte die Mannschaft den 1.Platz. Eine nächste Saison gab
es nicht. Sie musste aus Mangel an Kämpfernachwuchs aufgegeben werden.
1993
die Herbstliga wurde aufgehoben. Einige Judokämpfer (so wie Arno Hartmann)
unterstützen die Bremer Kämpfer auf der Bundesliga- Ebene.
Der Wettkampf wird auch heute noch betrieben, besonders von den Kindern
und Jugendlichen, die in besonderen Gruppen trainiert werden. Wir fahren zu
Turnieren nach Bremen und haben unser jährliches Vereinsturnier.
Einmal im Jahr bringen die Kinder Ihre Eltern mit auf die Matte. Denn Judo ist
für jedes Alter geeignet.
Heute hat die Abteilung einen Mitgliederstand von ca. 300 Personen, die Judo,
Jiu-Jitsu und Aikido betreiben können.
Am 21.06.2003 veranstaltete die Judo/Jiu-Jitsu-Abteilung des OSC
Bremerhaven einen Sporttag. Knapp 50 Gäste erfreuten sich an der Show. Den
Auftakt bildete die Cheerleader-Gruppe, um die Zuschauer auf die nachfolgenden
Sportarten einzustimmen. Dann folgte die Aikido-Gruppe, die ihr Können
demonstrierte. Die Zuschauer hatten hier und auch bei den anderen Sportarten die
Möglichkeit mitzumachen. Als nächstes stand Judo auf dem Programm. Hier wurde
ein Querschnitt demonstriert, wie vielfältig Judo ist. Zum Schluss stand die
Jiu-Jitsu-Gruppe auf der Matte. Hier wurden verschiedene Abwehrkombinationen
gegen Würge-, Schlag-, Tritt- und Umklammerungsangriffe gezeigt. Nach einer
knapp zweistündigen Vorführung gingen die Zuschauer mit zufriedener Mine nach
Hause.
Am 28.06.2003 bekam unser Großmeister Robert Bogaschewsky den 7.DAN in Jiu-
Jitsu vom DDK verliehen. Diese hohe DAN- Auszeichnung (2x 7.DAN) ist zur Zeit in
der Bundesrepublik einmalig.
Wer noch wichtige Informationen für die Geschichte des Judo- Sports in Bremerhaven hat, sende sie mir einfach zu. Ich werde sie dann in diesen Bericht einarbeiten.
gez. Heiner Planthaber (Juli 2003)
Ein Brief an mich- von Klaas Dierks:
eher zufällig, aber mit großer Freude habe ich heute die von Ihnen betreuten
Seiten der Judoabteilung des OSC entdeckt. Besonders die Seite über die
geschichtliche Entwicklung der Judoabteilung hat schöne Erinnerungen
geweckt. Seit 1971 war ich Mitglied im JC Bremerhaven und dann bis zu meinem
Umzug nach England 1982 aktiv im OSC. Nach meiner Rückkehr 1984 habe ich noch
bis 1986 mittrainiert, bevor mich mein Lebensweg endgültig nach Hamburg
verschlagen hat. Besonders gern in Erinnerung sind mir die Sonntagvormittage,
das freie Training in der Grazer Strasse, wo mir als siebenjähriger die
Grundlagen von dem früh verstorbenen Herrn Held, Opa Kerner, Manfred Winkes und
Adolf Schilling beigebracht wurden. Vorbilder waren Norbert Frey (meinem
"Stammtrainer") James Rohleder, später Thomas Behra, und die anderen
erfolgreichen Judoka, die Sie auf Ihrer Seite zu Recht so herausstellen, und die
sich Sonntags nicht für ein Randori zu schade waren, mit einem "Frischling" wie
mir. Ich erinnere mich an Hartmann, Großkreuz und Thomas Wiesner, der sich einen
Spaß daraus machte, sich erst von mir werfen zu lassen und mich dann im Boden in
einen schraubstockartigen Haltegriff zu nehmen. Als älteres Kind und als
Jugendlicher wollte ich dann immer auch (gegen den Willen meiner Eltern, die das
Training zu hart fanden) in die Schülerleistungsgruppe von Herrn Kulawik. Als es
soweit war, und die Einladung von Manfred Kulawik kam, war das großartig. Ohne
dass ich je so erfolgreich wurde wie meine Altersgenossen in der Gruppe, war das
Gefühl (wenn auch nur als Ersatz) dazu zu gehören sehr befriedigend. Ich
erinnere mich gerne an den von Ihnen erwähnten Besuch aus Grimsby 1979, bei dem
ich auf der Matte stand, die Landeseinzelmeisterschaften und die einzige
Norddeutsche Mannschafts- Meisterschaft, an der teilzunehmen mir vergönnt war.
Allerdings frage ich mich, warum Manfred Kulawik, der jahrelang sehr erfolgreich
die Nachwuchsarbeit beim OSC betrieben hat, mit keinem Wort in Ihrer Historie
des Vereins erwähnt wird. Leute wie die Brüder Knobloch, Frank Ufkes (steht bei
Ihnen als "Ufles), der junge Sohn von Herrn Schilling, der Sohn von Herrn
Winkes, Stefan Theis, etc, aber auch viele andere sind durch Ihn geprägt worden.
Es würde mich sehr freuen, wenn seine Arbeit für den Verein mit ein paar Zeilen
auf Ihrer Seite gewürdigt würde. Nach seinem frühen Tod fand ich dann meine
"Judoheimat" bei Fred Baltrusch jun., der ein wirklich begnadeter Pädagoge und
ein toller Mensch und Lehrer war. Entschuldigen Sie bitte das Schwelgen in alten
Erinnerungen, die Sie mit Ihrer Seite hervorgerufen haben. Auch in HH bin ich
dem OSC als passives Mitglied lange erhalten geblieben und fühle mich ihm nach
wie vor verbunden.
Mit freundlichen Grüßen
Klaas Dierks
P.S. Lebt James Rohleder eigentlich noch in Wolfsburg? Ich erinnere mich an extrem harte Trainingseinheiten bis zur totalen Erschöpfung mit ihm als Trainer.